Was macht eigentlich Roy „Chancentod“ Präger?
Was macht eigentlich Roy „Chancentod“ Präger? Quelle: Getty Images / All rights reserved.

Was macht eigentlich Roy „Chancentod“ Präger?

Im 17. Teil unserer Serie „Was macht eigentlich...?“ stellen wir den ehemaligen HSV- und Wolfsburg-Profi Roy Präger vor.

Roy Präger wurde in Zossen geboren (22.9.1971) und wuchs in Brandenburg auf. Mit einem Notendurchschnitt von 2,3 beendete er die 10. Klasse, im Anschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Industriemechaniker.

Seine Karriere als Fußballprofi startete der Stürmer beim FC Stahl Brandenburg in der DDR-Oberliga. Mit dem Team stieg er in die 2. Bundesliga auf (1990/91) und nach zwei weiteren Spielzeiten wechselte er zu Fortuna Köln.

„1992 flatterte dann das Angebot von Fortuna Köln auf den Tisch. Auch der FC St. Pauli und damals auch schon der VfL Wolfsburg sollen Interesse gehabt haben. Köln wurde als erster Verein konkret - und bei der Chance, im Westen spielen zu können, musste ich nicht lange überlegen,“ erklärt der 45-Jährige auf seiner Homepage.

Während seiner Zeit bei Fortuna Köln nannten ihn einige Mitspieler „Chancentod“, weil er viele Einschussmöglichkeiten liegen ließ. In 109 Zweitliga-Partien erzielte er 18 Treffer für die Kölner. Zur Saison 95/96 wechselte er in die Bundesliga, wo er sich dem VfL Wolfsburg anschloss.

Insgesamt bestritt der Stürmer, der 1997 mir den Wölfen in die Bundesliga aufgestiegen war, 90 Bundesliga-Spiele für den VfL (23 Tore). Nach vier Spielzeiten im Wölfe-Trikot wechselte er zur Saison 1999/00 zum Hamburger SV.

Mit dem HSV spielte er in der Saison 2000/2001 sogar in der die Champions League, wo ihm, neben seinen neun Bundesliga-Toren, in der Gruppenphase gegen Juventus Turin ein Treffer gelang.

„Das zweite und dritte Jahr in Hamburg verliefen leider nicht so toll, unsere Mannschft blieb weit hinter den Möglichkeiten zurück. Hinzu kam meine Verletzung im Mai 2001, durch die ich etwa 5 Monate pausieren musste", erinnert sich Präger an seine HSV-Zeit. 

Nach drei Spielzeiten kehrte der mittlerweile 45-Jährige, der für die Hanseaten in 103 Partien 20 Treffer erzielte, wieder nach Wolfsburg zurück.

Präger weiter: „Ich habe es mir mit der Entscheidung nicht leicht gemacht, aber die Lust und der Stolz für den Verein zu spielen, mit dem man in der Bundesliga groß geworden ist, war einfach zu stark im Herzen. Hinzu kamen familiäre Gründe und die Nähe zu unseren Eltern in Brandenburg."

Nach seiner aktiven Laufbahn, in der er keinen Titel gewinnen konnte, aber 1998 zu Niedersachens Fußballer des Jahres gewählt wurde, blieb er dem VfL Wolfsburg treu.

Zunächst als Teamkoordinator und anschließend in der Marketingabteilung des Vereins. Seit Juli 2011 ist er als Jugendleiter im Einsatz und kümmert sich dabei in erster Linie um die Wolfsburger Fußballschule.

Bisher erschienen sind in unserer Serie „Was macht eigentlich...?“: