Kyriakos Papadopoulos: „Ich bleibe wegen Gisdol“
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Kyriakos Papadopoulos: „Ich bleibe wegen Gisdol“ Quelle: Getty Images / All rights reserved.

Kyriakos Papadopoulos: „Ich bleibe wegen Gisdol“

Der HSV-Verteidiger erklärt seine Beziehung zum Trainer

Nach Urlaub klingt das nicht. „Ich bin auf dem Weg zum Training“, sagt Kyriakos Papadopoulos (25), als SPORT  BILD ihn am Telefon erreicht. Training in der Sommerpause?

Der HSV-Verteidiger, der gerade für sieben Millionen Euro Ablöse (plus Nachschläge) von Leverkusen gekauft wurde, absolviert derzeit ein zweiwöchiges Programm bei Privattrainer Lefteris Pavlidis in Athen. Dieser machte „Papa“ schon vor der Rückrunde der abgelaufenen Saison fit. Im Abstiegskampf hatte Papadopoulos keine schweren Verletzungen mehr, fehlte nur zweimal angeschlagen.

SPORT BILD: Herr Papadopoulos, sind Sie zu 100 Prozent fit für den HSV?

Kyriakos Papadopoulos: Ich fühle mich richtig gut. Jeder hat in der Rückrunde gesehen, dass ich fit bin. Jetzt bereite ich mich auf die Vorbereitung vor.

Sie haben für drei Jahre beim HSV unterschrieben. War es Ihnen wichtig, dass der Transfer schnell über die Bühne geht?

Wichtig war mir nur, dass bis zum Trainingsstart am 6. Juli alles geklärt ist und ich sofort einsteigen kann. Das ist fü alle besser, als mitten in der Vorbereitung zu wechseln.

Warum wollten Sie nach der Ausleihe in der Rückrunde unbedingt beim HSV bleiben?

Ich fühle mich im Klub richtig wohl. Mir wurde klar gezeigt, dass man mich will und auf mich setzt. Ich hatte auch andere Angebote von großen Vereinen zum Beispiel aus Italien. Aber hier spüre ich das Vertrauen aus dem Klub und besonders vom Trainer. Das ist eine gute Basis für mich. Ich will bei dem Verein spielen, bei dem ich das beste Gefühl habe. Da ist der HSV.

Welche Rolle spielt der Trainer?

Eine große. Ich bleibe wegen Markus Gisdol. Wir kennen uns seit sechs Jahren. Damals war er mein Trainer bei Schalke. Ich weiß, dass er mir vertraut. Seinetwegen bin ich schon im Winter zum HSV gekommen.

Sie haben persönlich bei Ihrem Ex-Verein Bayer Leverkusen vorgesprochen und gesagt, nur zum HSV wechseln zu wollen. Wie wurde das aufgenommen?

Ich habe ein richtig gutes Verhältnis zu Bayer. Besonders zu Manager Jonas Boldt. Es ist schön, dass es auch jetzt keine Probleme zwischen uns gibt. In Leverkusen wurde mir gesagt: „Papa, wir kriegen das hin. Du wirst da spielen, wo du spielen willst.“

Was zeichnet den HSV aus? Vergangene Saison wurde am letzten Spieltag die Klasse gehalten, seit Jahren geht es gegen den Abstieg.

Der HSV ist trotzdem einer der größten Klubs in Deutschland. Und die Fans sind top.

Sie gehören zu den Lieblingen. Ist das für Sie schon vergleichbar mit Schalke, wo Sie von 2010 bis 2014 spielten?

Die Fans in Hamburg haben gezeigt, dass sie mich mögen. Aber mit Schalke will ich das nicht vergleichen. Es wäre nicht ehrlich zu sagen, dass das Verhältnis schon das gleiche ist. Dort war ich vier Jahre. Die Fans haben mich geliebt und ich sie. In Hamburg bin ich erst ein halbes Jahr. Was ich sagen kann: Die Unterstützung ist wirklich toll. Ich bin richtig glücklich hier.

Geht es sportlich nächste Saison aufwärts?

Ich hoffe natürlich, dass wir weiter oben spielen. Wir haben in der Rückrunde viele Punkte geholt, nur sechs Vereine waren in dieser Zeit besser.

Sie waren es mit Schalke und Leverkusen gewohnt, international zu spielen, in der Champions League. Geht das auch mit dem HSV irgendwann wieder?

Ich habe viele Spiele in der Champions League (20 Einsätze; d. Red.) und der Europa League (17 Einsätze; d. Red.) gemacht. Natürlich will ich da mal wieder hin. Aber wir sind nicht in der Situation, um das als Ziel auszugeben.

Sie waren vier Jahre bei Schalke, zwei bei Bayer, dann ein halbes in Leipzig, jetzt Hamburg. Sehen Sie beim HSV Ihre Zukunft?

Ich möchte nicht jedes Jahr wechseln. Aber versprechen kann ich auch nichts. Dafür geht im Fußball alles viel zu schnell.