Niklas Süle - Bayerns Neuzugang
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20-Mio.-Zugang: Niklas Süle verstärkt in der neuen Saison die Abwehr der Bayern, in der schon Boateng und Hummels spielen. / Quelle: Getty / All rights reserved.

Süle: Für Bayern sagte ich Chelsea ab

Der Abwehr-Riese über seinen neuen Klub

Von Tobias Altschäffl

Der Abwehr-Riese spricht über die Finanzkraft der Münchener und ist sicher, dass Bayern jeden Spieler bekommt, den der Klub haben möchte.

SPORT BILD: Herr Süle, Sie wechseln jetzt für 20 Mio. Euro zum FC Bayern, dabei war auch der FC Chelsea an Ihnen interessiert. Stimmt es, dass die Engländer zu spät dran waren?

Niklas Süle (21):  Es gab Interesse von Chelsea. Aber nein, es ist nicht so, dass die Bayern schneller waren und ich mich deshalb für München entschieden habe. Es war einfach der richtige Schritt für mich: Die Bayern gehören zu den Top-3-Klubs der Welt, deswegen musste ich nicht lange überlegen. Der Schritt nach England kam für mich einfach zu früh: Ich wollte in der Bundesliga bleiben und mich hier bei der besten Mannschaft beweisen.

Hätten Sie in England nicht auch mehr verdienen können? Und Hoffenheim noch mehr Ablöse kassieren?

Es ist nun einmal so heutzutage im Fußball, dass mit riesigen Summen gehandelt wird. Aber da können wir Spieler ja nichts dafür. Fakt ist: Kein Klub aus England hätte den Reiz ausüben können, den das Angebot der Bayern hatte.

Die Bundesliga – und speziell der FC Bayern – verfügt in den nächsten Jahren über mehr Geld als je zuvor. Gehen Top-Spieler aber nicht dennoch lieber nach England, weil dort noch größere Summe locken?

Wenn der FC Bayern einen Spieler wirklich haben möchte, dann bekommt er ihn auch. Finanziell sind die Bayern wie kein anderer Verein in der Welt aufgestellt. Das ist wirklich Wahnsinn und für mich total beeindruckend: Der FC Bayern ist nicht abhängig von Investoren, bekommt nicht so viel TV-Geld wie die Klubs in England und kann trotzdem mit den ganz großen Kalibern im Weltfußball mithalten. Der Verein ist in einer beeindruckenden Position. Auch deswegen habe ich mich für den Wechsel entschieden.

In das Abenteuer München starten Sie wegen des Confed Cups mit zwei bis drei Wochen Verspätung. Ein Nachteil?

Nein, so sehe ich das überhaupt nicht. Der FC Bayern hat mich verpflichtet, weil der Klub von meinen Qualitäten überzeugt ist. Ob ich nun zwei Wochen früher oder später antrete, ist nicht entscheidend. Die Verantwortlichen wissen, was ich kann.

Welchen Wert hat der Confed Cup?

Ich verstehe, dass es Diskussionen gab und einige unserer Weltmeister nicht mit antreten. Aber für mich ist dieses Turnier eine Riesen-Sache: Ich bin jung, habe noch nicht viele Spiele für die Nationalmannschaft absolviert. Das wird eine coole Erfahrung, ich darf Pflicht-Länderspiele absolvieren. Ich fände es schade, wenn der Confed Cup in Deutschland wenig Beachtung finden würde: Für die Spieler, die dabei sind, ist das eine überragende Erfahrung. Ich möchte mich über den Confed Cup für weitere Spiele empfehlen.