Hecking: „Gladbach wäre besser für Dahoud“
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Hecking: „Gladbach wäre besser für Dahoud“ Quelle: Getty Images / All rights reserved.

Hecking: „Gladbach wäre besser für Mahmoud Dahoud“

Der Trainer verrät, warum er den Wechsel für falsch hält

Dass Mahmoud „Mo“ Dahoud (21) am Samstag für Gladbach gegen Dortmund aufläuft, ist für ihn Ehrensache. Sein Wechsel zum BVB steht fest, dennoch verzichtete er auf die branchenübliche Klausel, gegen seinen künftigen Klub nicht zu spielen.

Folglich werden alle Augen auf den jungen Mann gerichtet sein, den so viele wollten (Juve, Liverpool, Milan, Manchester City), aber den sich der BVB für die festgeschriebene Ablöse von zehn Mio. Euro (plus Nachzahlungen) geschnappt hat.

„Wir haben ihn seit mehreren Jahren sehr intensiv beobachtet“, sagt Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc: „Er hat bereits nachgewiesen, dass er auf Top-Niveau spielen kann.“

Aber ist Dahoud tatsächlich schon bereit für den BVB? Dieter Hecking hat eine andere Meinung. Er sagt zu SPORT  BILD: „Ich finde, dass der Schritt zum BVB nicht der beste für ihn ist – das habe ich ihm auch persönlich so gesagt.“

Gladbachs Trainer begründet: „Mo ist ein toller Fußballer, aber er hat keine gute Vorrunde gespielt und sich jetzt mal stabilisiert. Es wäre gut gewesen, dies zunächst konstant zu bestätigen. Und deshalb bin ich der Meinung, dass für seine persönliche Entwicklung ein weiteres Jahr in Gladbach sicher die bessere Lösung gewesen wäre.“

Die Zahlen geben Hecking recht: Zu Saisonbeginn hatte Dahoud Probleme, verlor sogar seinen Stammplatz. Erst nach dem Trainerwechsel von André Schubert zu Hecking blühte der Mittelfeldspieler wieder auf. Fünf seiner bisher sechs Assists machte er nach der Winterpause. Mit 12,4 km im Schnitt ist Dahoud hinter Jonas Hofmann laufstärkster Borusse, liegt ligaweit in den Top 10.

Was Zorcs Meinung bestätigt: Vor allem international zeigte Dahoud seine Klasse. Beim 1:2 gegen Barcelona in der Champions League spielte er stark, bereitete Hazards Tor herrlich vor. Im Europa-League-Achtelfinale traf er mit einem Traumtor beim 2:2 gegen Schalke.

Vor dem Duell gegen seinen künftigen Klub appelliert Hecking an die Gladbach-Fans: „Mo ist noch zu 100 Prozent bei uns und haut sich rein. Deshalb bringt es überhaupt nichts, ihn auszupfeifen oder Sonstiges – im Gegenteil. Wir haben noch zwei große Ziele vor Augen, und es wäre klasse, wenn wir sie gemeinsam mit Mo erreichen würden. Ich bin mir absolut sicher, dass er alles dafür geben wird.“

Borussia will nach Europa und nach Berlin. Das Pokalfinale wäre ein traumhafter Abschied für Dahoud.